White & Case Partner Dr. Andreas Kleinschmidt begleitet als Sachwalter die Sanierung der Heiterblick-Gruppe
Leipzig, 13. Januar 2026 – Der traditionsreiche Straßenbahn-Hersteller HeiterBlick wird durch die polnische PESA Bydgoszcz SA (PESA) übernommen. Eine entsprechende Investorenvereinbarung wurde unterzeichnet. Im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens soll ein Gesellschafterwechsel Ende des ersten Quartals 2026 umgesetzt werden.
HeiterBlick produziert am Standort Leipzig mit rd. 250 Mitarbeitern Straßenbahnfahrzeuge, insbesondere für deutsche Großstädte, wie aktuell etwa Dortmund, Würzburg und Leipzig. PEAS ist einer der führenden Hersteller von Schienenfahrzeugen in Europa mit rund 3.700 Mitarbeitern. Durch den Zusammenschluss entsteht ein integriert arbeitender Anbieter von Strassenbahnfahrzeugen und entsprechenden Dienstleistungen für den deutschen und den gesamten europäischen Markt. Der Produktionsstandort Leipzig soll dabei weiter ausgebaut werden und Ausgangspunkt für das westeuropäische Geschäft von PESA werden. Alle Arbeitsplätze von HeiterBlick werden durch die Übernahme am Standort erhalten.
Vorangegangen sind eigenverwaltete Insolvenzverfahren der HeiterBlick-Gesellschaften, im Rahmen derer die Geschäftsführung durch die Transformationsberatung Falkensteg um Tillmann Peeters und die Kanzlei Baker Tilly um Dr. Adrian Bölingen begleitet wurde. Dabei wurden weitreichende Vereinbarungen mit den Kunden und den Finanzierern von HeiterBlick zum Erhalt der bestehenden und der Erteilung neuer Aufträge getroffen. Das Auftragsvolumen liegt aktuell bei mehr als 350 Mio. Euro. Der M&A-Prozess wurde durch SIGMA Corpored Finance um Sönke Schulz geführt.
White & Case Partner D. Andreas Kleinschmidt hat das Verfahren und den Prozess in seiner Funktion als gerichtlich bestellter Sachwalter aktiv begleitet und gefördert.
„Ich freue mich, dass HeiterBlick mit PESA einen starken Partner gefunden hat, um das zukunftsträchtige Geschäftsmodell fortsetzen und ausbauen zu können. Hierzu haben die Finanzierer, Kunden und sonstigen Geschäftspartner des Unternehmens nennenswerte Beträge geleitstet, wofür ich sehr dankbar bin.
Zudem hat die Belegschaft dem Unternehmen die Treue gehalten, was eine wesentliche Voraussetzung der Sanierung ist“, so Kleinschmidt.
Dr. Andreas Kleinschmidt gilt als einer der erfahrenen Restrukturierungsanwälte in Deutschland und wird häufig mit komplexen Insolvenz- und Sanierungsverfahren betraut. Insbesondere bei grenzüberschreitenden Konstellationen verfügt er über weitreichende Erfahrungen.
Er wurde im Rahmen der Sachwaltung durch Associate Johannes Fritzen und Senior Insolvency Manager Julia Bäuml-Zettelmann (alle Financial Restructuring & Insolvency, Frankfurt) unterstützt.
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